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Seit einigen Wochen hängen die Plakate in deutschen Städten.docx

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Department
German
Course
GER100Y1
Professor
mikehager
Semester
Fall

Description
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Dazu ist die Verpackung mit glitzernden Feen und fliederfarbenen Blümchen verziert. Dieser Anblick bringt Feministinnen und Genderforscherinnen auf die Palme. Sie sprechen unter anderem von „Sexismus“, „Pinkifizierung“ und der Vermittlung eines falschen weiblichen Körperbildes. Die Reaktion der Frauenzeitschrift „Emma“ auf die neueste Überraschungs-Ei-Kreation aus dem Hause Ferrero: „Ei kotz gleich“. Begleitet von der Forderung eines aufgedruckten Warnhinweises vor möglicher Verdummung von Mädchengehirnen durch die „Pink-Industrie“. Der Grund für die Aufregung: Mit dem Hinweis „Nur für Mädchen“, der Farbe Rosa, Blümchenmotiven sowie der Verwendung von Feen-Figuren aus der Zeichentrickserie „Winx Club“ will der Konzern mit seinem Überraschungs-Ei, kurz: Ü-Ei, eine neue Zielgruppe ansprechen. Und zwar eine, die einerseits gerne mit ‚Jungs-Sachen' „zum Werfen, Spielen, Malen, Puzzeln und Basteln“ spielt, aber sich auch mal über klassische ‚Mädchensachen' wie Ringe und Glitzerfeenfiguren freue, wie es in der Pressemitteilung heißt. Erkenntnisse in der Marktforschung würden „besagen, dass sich Mädchen heutzutage nicht mehr in nur eine Schublade stecken lassen“, heißt es weiter. Pink und Ponyhof sei ihnen genau so wichtig wie Fußball und Frauenpower. Damit solle genau die Bandbreite abgedeckt werden, „die Mädchen mädchengerecht anspricht und deren Individualität fördert.“ Nicht nur die „Emma“ ist aufgebracht über das erste „Mädchen-Ei“, das seit Anfang August in deutschen Supermarkt-Regalen steht. Kritiker verwenden Ausdrücke wie „Sexismus“, „Gender- Apartheid in der Spielwarenindustrie“ und „Verstärkung von Geschlechterklischees“. Eine von ihnen ist die Hamburger Genderforscherin Stevie Schmiedel. Sie hält die Argumentationsweise von Ferrero für wenig überzeugend, schimpft stattdessen im „FAZ“-Interview über das Phänomen der „Pinkifizierung“ und fügt hinzu: „Rosa steht für niedlich, modebewusst und sexy. Das ist eine limitierte Version von Mädchensein.“ Verantwortlich für ihre Wut sind neben der Farbe Rosa, die eben doch wieder das typische Mädchenklischee bekräftigt und zusätzlich alle männlichen Käufer des pinken Ü-Eis als „unnormal“ abstempele, die „Winx Club“-Feen. Diese zieren nicht nur die Verpackung, sondern sind ab August auch als Figuren in den Eiern erhältlich. Die glitzernden Wesen seien übertrieben dürr und vermitteln somit ein schädliches weibliches Körperbild. Ganz davon abgesehen, dass sie Schmiedels Meinung nach in ihren knappen Röckchen, Hotpants und kurzen Tops ein sexistisches Bild vermitteln. Schmiedel, die sich allgemein an der starken Differenzierung der Geschlechter bei Kinderprodukten stört, hat im Juli den Verein „Pinkstinks Germany“ gegründet – in Anlehnung an den britischen Vorgänger. „Pinkstinks ist eine Kampagne gegen Produkte, Werbeinhalte und Marketingstrategien, die Mädchen eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen“, heißt es auf der zugehörigen Facebook-Seite. Der Verein hat nun eine Online-Petition gestartet – gegen Winx-Feen und für kindergerechte Ü-Eier. DIDDL­MAUS EIN MONSTER FEIERT GEBURTSTAG  Winkender Diddl: Am 24. August 1990 fertigte der Zeichner Thomas Goletz die  erste Skizze von Diddl an. 1991 dann veröffentlichte der Depesche Verlag aus  Hamburg die erste, 48­teilige Postkartenserie mit der Springmaus. Die  Zweimillionenauflage war im Nu verkauft ­ der Startschuss für die beispielhafte  Karriere des Nagers. Mehr als 1000 verschiedene Diddl­Produkte werden in 26  Ländern der Welt verkauft.  Hässlich, geschmacklos ­ tooootal süß! Seit 18 Jahren spaltet Comicfigur Diddl die Nation. Viele würden  die Mäuseplage am liebsten ausrotten. Doch noch mehr Menschen vergöttern sie ­ und benutzen die  mutierte Maus sogar als Botschafter für bizarre Liebesgrüße. Von John Hanus Am 24. August 1990 entsprang aus der Hand des Nürnberger Grafikers Thomas Goletz ein Monster. Ein aufrecht stehendes, känguruartiges  Geschöpf, mit Latzhose und großen, klobigen Füßen. Nicht ganz geöffnete Augen, wenige nach vorne gekämmte Haarsträhnen, lange  Schnauze und nach oben gezogene Mundwinkel ­ so sah die Bestie aus, die in einem einmaligen Triumphzug Kinderzimmer rund um den  Globus heimsuchen sollte. Kurz darauf entwarf Goletz dreizehn Postkarten. Als Motiv diente das mittlerweile auf den Namen "Diddl" getaufte, abgewandelte Modell des  Kängurus. Goletz schrumpfte das Geschöpf, rundete Füße und Ohren ab und verkürzte die Schnauze. Das Känguru wurde zur Spitzmaus.  Was Goletz zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen konnte: Diese bizarre Maus sollte der Ausgangspunkt für eine kometenhafte Grafikerkarriere  sein. Heu
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